Wissenschaftlich fundiert

Unser Trainingskonzept orientiert sich an anerkannten Erkenntnissen zu Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Regeneration.

Was Longevity bei uns bedeutet

Wir haben unser Programm entlang der Studienlage gebaut und nicht entlang dessen, was sich am leichtesten verkauft.
Die Quellen stehen unten, du kannst sie selbst nachlesen.

Kraft

Krafttraining ist von allem, was wir machen, das am besten belegte. Eine Auswertung von 16 Langzeitstudien fand einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem muskelkräftigendem Training und einer um etwa 10 bis 17 Prozent niedrigeren Gesamtsterblichkeit, unabhängig davon, wie viel Ausdauersport die Untersuchten zusätzlich betrieben.

Interessant ist dabei weniger die Prozentzahl als die Dosis. Der Großteil des Zusammenhangs zeigte sich bereits bei 30 bis 60 Minuten pro Woche. Mehr brachte in dieser Auswertung keine großen zusätzliche Vorteile.

Zwei bis drei Einheiten, im Mix mit Ausdauer und Beweglichkeit, die Woche sind bei uns deshalb der Normalfall und nicht die Einstiegsstufe.

Ausdauer

Eine Untersuchung an über 122.000 Erwachsenen kam zu einem Ergebnis, das viele überrascht: Eine niedrige Ausdauerleistungsfähigkeit hing in dieser Gruppe stärker mit der Sterblichkeit zusammen als Rauchen, Diabetes oder eine bekannte Herzerkrankung. Eine Obergrenze, ab der die bessere Ausdauer keinen Zusatznutzen mehr zeigte, fanden die Autoren nicht.

Beweglichkeit

Hier sind wir ehrlich: Zur Beweglichkeit allein gibt es keine vergleichbar große Studienlage. Die sportmedizinische Fachgesellschaft ACSM zählt Beweglichkeits- und Koordinationstraining trotzdem zu den vier Bestandteilen eines vollständigen Trainingsprogramms für Erwachsene.

Unser Argument dafür ist ein alltägliches. Kraft nützt wenig, wenn du nicht mehr in die Position kommst, in der du sie brauchst.

Regeneration

Erholung ist der am meisten unterschätzte Teil. Die Datenlage zu Entspannungsverfahren ist schwächer als die zum Training selbst; eine große Übersichtsarbeit fand kleine bis moderate Effekte auf Stressbelastung und Wohlbefinden. Wir behaupten deshalb nichts Großes, planen Erholung aber bewusst ein, statt sie dem Zufall zu überlassen.

Community

Das ist der Teil, den Fitnessanbieter gerne als Marketing behandeln, und der in der Forschung erstaunlich stark dasteht. Eine Metaanalyse über 148 Studien mit mehr als 300.000 Menschen fand bei starker sozialer Eingebundenheit eine rund 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit. Die Autoren ordnen die Größenordnung dieses Zusammenhangs im Bereich eines Rauchstopps ein.

Wir trainieren in kleinen Gruppen, weil Coaching so funktioniert. Dass Leute dabei einander kennenlernen, war anfangs ein Nebeneffekt. Nach dieser Studienlage ist es einer der Gründe, warum es ein Club ist und kein Abo.

Quellen

  • Momma H. et al. (2022): Muscle-strengthening activities are associated with lower risk and mortality in major non-communicable diseases. British Journal of Sports Medicine 56(13), 755–763. doi.org/10.1136/bjsports-2021-105061
  • Mandsager K. et al. (2018): Association of Cardiorespiratory Fitness With Long-term Mortality Among Adults Undergoing Exercise Treadmill Testing. JAMA Network Open 1(6), e183605. doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2018.3605
  • Garber C. E. et al. (2011): ACSM Position Stand. Quantity and Quality of Exercise for Developing and Maintaining Cardiorespiratory, Musculoskeletal, and Neuromotor Fitness in Apparently Healthy Adults. Medicine & Science in Sports & Exercise 43(7), 1334–1359. doi.org/10.1249/MSS.0b013e318213fefb
  • Goyal M. et al. (2014): Meditation Programs for Psychological Stress and Well-being. JAMA Internal Medicine 174(3), 357–368. doi.org/10.1001/jamainternmed.2013.13018
  • Holt-Lunstad J., Smith T. B., Layton J. B. (2010): Social Relationships and Mortality Risk. PLoS Medicine 7(7), e1000316. doi.org/10.1371/journal.pmed.1000316

Die genannten Studien beschreiben statistische Zusammenhänge in großen Bevölkerungsgruppen. Sie sind keine Zusage für einzelne Personen. EVITY ist ein Trainingsclub und keine medizinische Einrichtung.